Hörbuch-Rezension „Boy in the Park“ – A. J. Grayson

Argon Verlag | 7 Stunden, 2 Minuten Laufzeit | 19,95 € | Amazon

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INHALT:

Ein kleiner Junge verschwindet. Am helllichten Tag wird er aus dem Botanischen Garten in San Francisco entführt. Der einzige Zeuge des Verbrechens ist Dylan, der dort eigentlich in Ruhe seine Mittagspause verbringen wollte. Die Polizei tappt im Dunkeln und so entschließt sich Dylan, auf eigene Faust nach dem Kind zu suchen. Je weiter er bei seiner Suche ins kalifornische Hinterland dringt, je näher er dem Versteck zu kommen scheint, desto verstörender und blutiger werden seine nächtlichen Alpträume. Sie zwingen Dylan dazu, sich seiner eigenen dunklen Vergangenheit zu stellen, die mit einem grausamen Doppelmord in Verbindung zu stehen scheint…

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Rezension „Der weite Raum der Zeit“ – Jeanette Winterson

KNAUS Verlag | Hardcover| 288 Seiten | 19,99€ | Amazon

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INHALT:
Der Londoner Investmentbanker Leo verdächtigt seine schwangere Frau MiMi, ihn mit seinem Jugendfreund Xeno zu betrügen. In rasender Eifersucht und blind gegenüber allen gegenteiligen Beweisen verstößt er MiMi und seine neugeborene Tochter Perdita. Durch einen glücklichen Zufall findet der Barpianist Shep das Baby und nimmt es mit nach Hause. Jahre später verliebt sich das Mädchen in einen jungen Mann – Xenos einzigen Sohn. Zusammen machen sie sich auf, das Rätsel ihrer Herkunft zu lösen und alte Wunden zu heilen, damit der Bann der Vergangenheit endlich gebrochen wird.

Jeanette Winterson spielt souverän mit Figuren und Handlung aus Shakespeares „Das Wintermärchen“ und erzählt eine verblüffend moderne Geschichte über rasende Eifersucht, blinden Selbsthass und die tiefe Sehnsucht in uns, die Fehler der Vergangenheit wieder gut zu machen.

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Rezension „Für dich soll’s tausend Tode regnen“ – Anna Pfeffer

cbj Verlag | Broschur | 320 Seiten | 14,99 € | Amazon

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INHALT:

Wer Emi auf die Nerven geht, dem verpasst sie in Gedanken eine Todesart. Und seit dem Umzug weiß sie nicht, wer mehr nervt: die Neue ihres Vaters, die sich ernsthaft in der Mutterrolle sieht, ihr Strahlemann von Bruder, der das auch noch gut findet (stirbt bestimmt mal, weil er auf seiner Schleimspur ausrutscht), oder Erik, Alphatier an ihrer neuen Schule, der einen auf cool macht und sie ständig provoziert (stirbt garantiert an einem Hirntumor wegen übermäßigen Handykonsums). Als sie sich in Chemie mit Alpha-Erik anlegt, kracht es wortwörtlich zwischen den beiden. Die Strafe dafür sind acht Samstage Graffiti schrubben. Mit Erik! Kann das Leben noch beschissener sein? Um aus der Nummer rauszukommen, schlägt Emi einen Wettstreit vor. Doch Erik ist nicht kleinzukriegen. Emi wünscht ihm tausend Tode an den Hals, bis sie merkt, dass es gar nicht so nervig ist, Zeit mit Erik zu verbringen …

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Rezension „Münchhausen – Die Wahrheit über das Lügen“ – Bernd Kissel / Flix

Carlsen Verlag | Hardcover | 192 Seiten | 17,99 € | Amazon

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INHALT:

Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs wird Sigmund Freud in den Buckingham Palast gerufen, denn ein etwas merkwürdiger alter Mann, der behauptet, er käme vom Erdbeerpflücken auf dem Mond, ist dem Dach gelandet. Es handelt sich um keinen geringeren als Baron Münchhausen. Freud soll nun herausfinden, ob dieser Mann lügt … Erfolgsautor Flix („Faust“, „Schöne Töchter“ u.v.m.) arbeitet für sein neues Buch mit dem Zeichner Bernd Kissel zusammen. Gemeinsam versetzen sie die Abenteuer des Barons Münchhausen ins 20. Jahrhundert. Eine wundervolle Literaturbearbeitung des Klassikers, die den Lügenbaron in einem völlig neuen Licht zeigt.

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Rezension „Gonzo Girl“ – Cheryl Della Pietra

Heyne Verlag | Broschur | 304 Seiten | Amazon

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INHALT:

Alley Russo will nach ihrem Literaturstudium in der New Yorker Verlagsbranche Fuß fassen. Als der legendäre Autor Walker Reade eine Assistentin sucht, wittert sie ihre Chance. Nachdem sie eine dreitätige Probezeit inklusive krasser Wutausbrüche, Spielchen mit der 44er Magnum und jeder Menge Kokain überstanden hat, darf sie in Reades Haus in den Rockies einziehen. Monatelang versucht sie, einen Text aus ihm herauszuholen. Aber nach einer Weile wird ihr klar, dass sie hier in den Bergen einem drogenabhängigen Literaten ausgeliefert ist, der vermutlich nie wieder einen Roman schreiben wird. Aus diesem Grund legt Alley bald selbst Hand an den Roman an und schreibt ihn so um, als wäre er von Walker in seiner besseren Zeit geschrieben worden.

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Rezension „Die Entscheidung“ – Charlotte Link

Blanvalet Verlag | Hardcover | 576 Seiten | 22,99 € | Amazon

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INHALT:

Was, wenn du im falschen Moment die falsche Entscheidung triffst?

Eigentlich will Simon mit seinen beiden Kindern in Südfrankreich ein ruhiges Weihnachtsfest feiern. Doch dann kommt alles ganz anders: Die Kinder sagen ihm kurzfristig ab, seine Freundin gibt ihm den Laufpass, und auf einem Strandspaziergang begegnet er einer jungen, völlig verwahrlosten Frau: Nathalie, die weder Geld, Papiere noch eine Unterkunft hat, die fürchterlich abgemagert und hochgradig verängstigt ist. Sie tut ihm leid, und er bietet ihr seine Hilfe an. Nicht ahnend, dass er durch diese Entscheidung in eine mörderische Geschichte hineingezogen wird, deren Spuren bis nach Bulgarien führen. Und zu Selina, einem jungen Mädchen, das ein besseres Leben suchte und in die Hände skrupelloser Verbrecher geriet. Ihr gelingt die Flucht, doch damit löst sie eine Kette von Verwicklungen aus, die Simon und Nathalie, tausende Kilometer entfernt, in der Provence zum Verhängnis werden …

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Rezension „Der Frauensammler“ – Mark Sennen

Blanvalet Verlag | Taschenbuch | 384 Seiten | 9,99 € | Amazon

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INHALT:

Er sieht dich. Er berührt dich. Aber manchmal ist das nicht genug.

Polizistin Charlotte Savage ermittelt in einer Verbrechensserie, die ganz Plymouth in Angst und Schrecken versetzt: Mehrere junge Frauen wurden betäubt und missbraucht. Sie überlebten, erinnern sich aber an kaum etwas. Doch dann wird eines der Opfer tot und grausam verstümmelt am Strand aufgefunden. Wenig später taucht eine weitere Tote auf, und die Untersuchungen bringen ein schauerliches Ergebnis: Die junge Frau wurde eingefroren. Schnell geraten Charlotte Savage und ihr Team unter Druck, denn ein weiteres Mädchen wird als vermisst gemeldet. Können sie den Serienkiller aufhalten, bevor er erneut zuschlägt?

COVER:

Das Cover ist in düsteren Tönen gehalten und spiegelt sehr gut die Atmosphäre des Thrillers und die von Plymouth, einer Stadt in England, wider, wo der Roman spielt. Der Roman spielt zudem auch noch im Herbst. Der Fluss und das Boot sind eine Anspielung auf den Fundort der ersten Leiche. Ich finde das Cover sehr gelungen für den Roman.

MEINUNG:

Das ganze Setting hat mir sehr gut gefallen. Ich war zwar noch nie in Plymouth, aber England hat es mir einfach angetan. Der Roman erstreckt sich in einem Zeitraum von Ende Oktober bis Anfang November. Die genauen Zeits- und Ortsangaben stehen auch am Anfang eines jeden Kapitels. Ich bin kein besonders großes Fan von solchen detaillierten Angaben, vor allem dann nicht, wenn die Angaben auch noch wichtig für das Geschehen sind. Die Ortsangaben in diesem Thriller geben Aufschluss darüber aus wessen Sicht das Kapitel erzählt ist, was man aber auch beim Lesen schnell merkt. Zu großen Teilen wird aus der Sicht von der Polizistin Charlotte Savage in der dritten Person erzählt, aber es werde auch noch parallele Handlungsstränge aus Sicht von anderen Personen aufgebaut, die am Ende dann wieder zusammenfließen. Diese Art der Erzählweise ist für einen Thriller relativ typisch. Es schafft eine gewisse Distanz zum Geschehenen, was anhand der Grausamkeit der Taten auch gut ist. Wenn keine Zeit- und Ortsangabe gemacht werde, dann haben wir aus der Sicht von Harry gelesen. Hier ist relativ schnell klar, dass es sich bei ihm um einen bzw. den Täter handeln könnte.

Charlotte Savage ist die Hauptermittlerin. Man erfährt gleich am Anfang ihre privaten Umstände. Dennoch spielt ihr Privatleben innerhalb des ganzen Romans nur eine untergeordnete Rolle. Im Gegensatz zu vielen anderen bekannten Ermittlern aus diversen Romanen, finde hier kein ständiger Wechsel zwischen den Problemen auf Arbeit und im privaten Umfeld statt. Der Autor hat das hier auf ein Maß reduziert, sodass der Fall ganz klar im Mittelpunkt steht. Einerseits hat mir das gefallen, andererseits bleibt Savage dabei immer etwas distanziert und ich hatte nicht wirklich das Gefühl sie am Ende des Romans zu kennen bzw. ein Gefühl für ihre Persönlichkeit zu bekommen. Auch der Umgang mit den Kollegen auf dem Polizeirevier ist ungewohnt förmlich. Tatsächlich wird sich dort durchgehend gesiezt, wenn die Hierarchiestufe nicht die gleiche war. Ich hatte manchmal Probleme auch hier eine richtige Beziehung aufzubauen und habe die Namen daher ein paar Mal durcheinander gebracht bzw. musste dann immer noch überlegen, um wen es sich gehandelt hat.

In der Regel finde ich die Sicht des Täters immer relativ langweilig bis unnötig. In diesem Thriller aber fand ich sie zum ersten Mal wirklich interessant und viele Andeutungen sind zum Schluss auch wichtig für die Aufklärung des Falls. Da kommen wir gleich zum nächsten Punkt. Die Aufklärung des Falls wurde nicht, wie so oft, auf den letzten paar Seiten schnell abgehandelt, sondern viele Antworten auf die Fragen, die man hatte, ergaben sich aus zuvor gemachten Bemerkungen. Der Roman fordert einen hier heraus sehr aufmerksam zu lesen, aber ist lässt sich trotzdem flüssig lesen. Das hat mir außerordentlich gut gefallen. Alles war am Ende stimmig. Alle Fäden, die der Autor gesponnen hat, liefen am Ende zusammen.

Das Buch war durchgängig spannend, wenn auch sehr grausam, und ich habe es in einem Rutsch gelesen. Auf Deutsch ist das der erste Roman von Mark Sennen, aber auf Englisch sind bereits mehrere erschienen und ich hoffe, dass noch mehr übersetzt werden.

FAZIT:

Nach langer Zeit mal wieder ein grandioser Thriller, der alles hat, was einen sehr guten Thriller ausmacht: Spannung, eine gute Ermittlerin, einen flüssigen Schreibstil und eine unfassbare Story, die einem Blut in den Adern gefrieren lässt vor Grausamkeit.

Ich vergebe  5 von 5 Sternen.

Das Rezensionsexemplar wurde mir freundlicherweise vom Blanvalet Verlag   zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Rezension „Die Nachtigall“ – Kristin Hannah

Aufbau Verlag | Hardcover | 608 Seiten | 19,99 € | Amazon

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INHALT:

Zwei Schwestern im von den Deutschen besetzten Frankreich: Während Vianne ums Überleben ihrer Familie kämpft, schließt sich die jüngere Isabelle der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Doch wie weit darf man gehen, um zu überleben? Und wie kann man die schützen, die man liebt?

In diesem epischen, kraftvollen und zutiefst berührenden Roman erzählt Kristin Hannah die Geschichte zweier Frauen, die ihr Schicksal auf ganz eigene Weise meistern.

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Rezension „Die Vegetarierin“ – Han Kang

Aufbau Verlag | Hardcover | 190 Seiten | 18,95 € | Amazon

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INHALT:

Ein seltsam verstörendes, hypnotisierendes Buch über eine Frau, die laut ihrem Ehemann an Durchschnittlichkeit kaum zu übertreffen ist – bis sie eines Tages beschließt, kein Fleisch mehr zu essen.

Die Vegetarierin ist eine kafkaeske Geschichte in drei Akten über Scham und Begierde, Macht und Obsession sowie unsere zum Scheitern verurteilten Versuche, den Anderen zu verstehen, der ja doch, wie man selbst, Gefangener im eigenen Leib ist. Der Roman wurde mit dem Man Booker International Prize 2016 ausgezeichnet.

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Rezension „Wenn du vergisst“ – Heidrun Wagner & Miri D’Oro

Oetinger 34 | Gebundene Ausgabe | 240 Seiten | Amazon

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INHALT:

Stell dir vor, du wachst auf und weißt nicht mehr, wer du bist.
Stell dir vor, deine Zeichnungen zeigen Erinnerungssplitter voller Schmerz und Dunkelheit.
Stell dir vor, du hast ein Geheimnis, das dein ganzes Leben zerstört hat.
Stell dir vor, du könntest mit jemandem noch einmal neu anfangen.
Würdest du dich erinnern wollen?

Revolutionär neu und anders:In „Wenn du vergisst“ erzählen Text und Bild die
Geschichte von Zoe, die sich von einem Tag auf den anderen an nichts mehr erinnern kann, gemeinsam.

Band 1: Wenn du vergisst
Band 2: Brennt die Schuld
Band 3: In deinem Herz

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