Rezension „Das Atelier in Paris“ – Guillaume Musso

Pendo Verlag* | broschierte Ausgabe | 464 Seiten | 16,99 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Ein abgelegenes kleines Atelier am Ende einer Allee, mitten in Paris: Hier hat sich die Londoner Polizistin Madeline eingemietet, um eine Weile abzuschalten. Doch plötzlich sieht sie sich Gaspard gegenüber, einem mürrischen amerikanischen Schriftsteller. Offenbar gab es einen Irrtum, denn auch er hat das Atelier gemietet, um in Ruhe schreiben zu können. Der Ärger legt sich, als die beiden erkennen, an welch besonderen Ort sie geraten sind. Das Atelier gehörte einst einem gefeierten Maler, von dem aber nur noch drei Gemälde existieren sollen – alle drei verschollen und unermesslich wertvoll. Als sie sich gemeinsam auf die Suche nach den Bildern begeben, wird ihnen schnell klar, dass den Maler ein grausames Geheimnis umgibt … Für Madeline und Gaspard beginnt eine spannende Jagd, die sie von Paris nach New York führt und sie nicht nur mit ungeahnten menschlichen Abgründen, sondern auch mit ihren eigenen Dämonen konfrontiert.

MEINUNG:

Seit mir Das Mädchen aus Brooklyn so gut gefallen hatte, habe ich Das Atelier in Paris mit Spannung erwartet und mich riesig drauf gefreut. Ich kann euch sagen, dass ich nicht enttäuscht worden bin. 😊

Durch einen dummen Zufall landen sowohl Madeline als auch Gaspard im Atelier eines verstorbenen Künstlers. Ihre anfänglichen Reibereien legen die beiden relativ schnell bei, den die Faszination um den verstorbenen Maler Sean Lorenz ist zu groß und schnell „arbeiten“ beide zusammen. Auch als Leser konnte ich mich dieser Faszination nicht entziehen. Man ist sofort mitten im Geschehen und das gefiel mir sehr gut.

Im Gegensatz zu Das Mädchen aus Brooklyn braucht die Geschichte hier aber ein wenig mehr Zeit, um die für Musso typische Sogwirkung zu entfalten. Ich liebe auch den Schreib- und Erzählstil von ihm. Er verpackt die ganze Story, die an sich nicht so etwas Neues ist in ein Bett voller Kultur und sehr gut recherchiertem Hintergrundwissen sowie vielen sehr passenden Zitaten. Man hat nie das Gefühl nur banale Unterhaltungsliteratur zu lesen, sondern man fühlt nach dem Beenden des Buches gebildeter als vorher.

Mit Madeline und Gaspard hat er wieder zwei Charaktere geschaffen, die jeder für sich ein ziemlich großes Päckchen zu tragen haben. Beide stehen irgendwie in der Mitte des Lebens, sind erfolgreich und trotzdem nicht glücklich mit ihrem Leben. Auf der Suche nach Lorenzs Bilder werden sie immer wieder damit konfrontiert, natürlich ausgelöst durch den anderen. Zwangsläufig lernen sie sicher besser kennen und stellen am anderen so viel in Frage. Zwischen den beiden gibt es eine Menge Konflikte. Mir erschien es auch mehr wie eine Zweckbeziehung, die sich langsam zu einer Freundschaft entwickelte. Umso überraschter war ich vom Schluss, der mir aber insgesamt gut gefiel, weil er mutig war und für mich die Geschichte rund gemacht.

FAZIT:

Es war mir wieder eine große Freude einen Roman von Musso zu lesen. Im Vergleich zu Das Mädchen aus Brooklyn fand ich ihn minimal schwächer, aber ansonsten bekommt man hier Unterhaltungs- und Spannungsliteratur auf höchstem Niveau geboten.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom Pendo Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

*Folgende Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

Ein Gedanke zu “Rezension „Das Atelier in Paris“ – Guillaume Musso

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