[Lesetipp] Rezension „Das Mädchen aus Brooklyn“ – Guillaume Musso

Pendo Verlag | Broschiert | Übersetzer: Eliane Hagedorn, Bettina Ruge| 496  Seiten | 16,99 € |Amazon

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INHALT:

Raphaël ist überglücklich, in wenigen Wochen wird er seine große Liebe Anna heiraten. Aber wieso weigert sie sich beharrlich, ihm von ihrer Vergangenheit zu erzählen? Während eines romantischen Wochenendes an der Côte d’Azur bringt Raphaël sie dazu, ihr Schweigen zu brechen. Was Anna dann offenbart, übersteigt alle seine Befürchtungen. Sie zeigt ihm das Foto dreier Leichen und gesteht: »Das habe ich getan.« Raphaël ist schockiert. Wer ist die Frau, in die er sich verliebt hat? Doch ehe Anna sich ihm erklären kann, verschwindet sie spurlos. Raphaël bittet seinen Freund Marc, einen ehemaligen Polizisten, um Hilfe. Gemeinsam setzen sie alles daran, seine Verlobte wiederzufinden – der Beginn einer dramatischen, atemlosen Suche nach der Wahrheit, die sie bis in die dunklen Straßen von Harlem und Brooklyn führt.

MEINUNG:

Bisher habe ich nur ein Buch von Guillaume Musso gelesen und das war Sieben Jahre später vor ein paar Jahren. Leider war nicht sonderlich begeistert und habe den Autor, aus Angst vor einer erneuten Enttäuschung erstmal gemieden, aber dennoch im Auge behalten. Ich bin ja an sich auch kein besonderer Liebhaber von Romanen, die in Frankreich und vor allem Paris spielen. Das Mädchen aus Brooklyn aber ist u.a., wie der Titel bereits verrät in New York angesiedelt, wo selbst bereits gewesen bin und es geht um die Aufklärung einer Identität einer Person, die man glaubt zu kennen. Zwei Faktoren, die in mir den starken Wunsch hervorgerufen haben, das Buch zu lesen und was soll ich sagen: Es war grandios.

Zunächst befinden wir uns Frankreich, da Raphaël Franzose ist. Später führt uns Musso nach New York. Sowohl in Frankreich als auch in New York gibt es verschiedene Schauplätze: Musso beschreibt diese so detailreich, dass man die Orte vor seinem geistigen Auge heraufbeschwören kann bzw. den Wunsch hegt an diesem Ort zu sein.

Der Roman ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben und wechselt auch zwischen den Kapiteln. Raphaël ist aber immer erkennbar, denn er erzählt aus der Ich-Perspektive. Es gibt eine Handvoll Kapitel, die ebenfalls aus der Ich-Perspektive geschrieben sind, aber bei denen ist klar, dass es sich nicht um Raphaël handelt. Der Roman teilt sich nochmals in verschiedene Teile und innerhalb der Teile hat Musso die Kapitel für meinen Geschmack sehr gut und außergewöhnlich strukturiert und hebt sich damit einfach auch von der Masse ab.

Was mich ganz besonders begeistert hat, dass das Buch einen sehr früh und sehr schnell für sich einnimmt. Kein großes Geplänkel am Anfang, sondern man ist sofort mitten im Geschehen. Das Buch entwickelt eine enorme Sogwirkung, sodass ich es in zwei Tagen ausgelesen hatte. Selten habe ich ein Buch gelesen, welches so konstant das Spannungslevel auf immerhin knapp 500 Seiten bis zum Schluss hält. Wie eine Zwiebel kommt Schale für Schale die Wahrheit ans Licht. Immer wenn ich glaubte alles zu wissen, dann gab es einen neuen Hinweis. Musso schweift auch nicht einmal ab und unterfüttert das Buch mit unnötigen Längen, damit die Spannung erhalten bleibt.

Auch die Charaktere fand ich gut ausgearbeitet. Man erfährt genug von ihnen, um ein Gefühl für sie zu bekommen und ihr Handeln zu verstehen, aber im weiteren Verlauf nimmt das Privatleben, mal abgesehen von Anna, von Raphaël und Marc keinen großen Raum ein.

Natürlich ist das Ganze keine völlig neue Story. So oder so ähnlich gibt es bereits einige Geschichte, aber Musso hat diese einfach so gekonnt verpackt, dass ich hier einfach keinen einzigen negativen Punkt finden kann.

FAZIT:

Es war auch seit Langem mal wieder ein Buch, welches mich restlos begeistert hat und bei dem kaum erwarten konnte, dass der Arbeitstag vorbei ist und ich endlich weiterlesen kann. Von mir eine klare Leseempfehlung für diesen tollen Roman!

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom Pendo Verlag über NetGalley zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

6 Gedanken zu “[Lesetipp] Rezension „Das Mädchen aus Brooklyn“ – Guillaume Musso

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