Rezension „Cinder & Ella“ – Kelly Oram

One Verlag* | Broschierte Ausgabe | Übersetzer: Fabienne Pfeiffer | 448 Seiten | 12,90 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Nach einem schweren Autounfall hat Ella ein Jahr voller OPs und Rehas hinter sich. Und nun muss sie auch noch zu ihrem Vater und dessen neuer Familie ziehen, die sie überhaupt nicht kennt. Ella will nur eins: ihr altes Leben zurück. Deshalb beschließt sie, sich nach langer Zeit wieder bei ihrem Chatfreund Cinder zu melden. Er ist der Einzige, der sie wirklich versteht, und obwohl sie ihn noch nie getroffen hat, ist Ella ist schon eine halbe Ewigkeit heimlich in ihn verliebt. Was sie nicht weiß: Auch Cinder hat Gefühle für sie. Und er ist der angesagteste Schauspieler in ganz Hollywood.

MEINUNG:

Cinder & Ella ist in Buch, an dem man momentan nicht vorbeikommt. An den vielen sehr guten Bewertungen kam ich einfach auch nicht vorbei und musste das Buch unbedingt lesen. Vor allem wollte ich unbedingt wissen, wie der Zusammenhang zu dem Märchen Cinderella/ Aschenputtel besteht, denn der Titel ließ.

Ella muss nach einem schweren Autounfall, bei dem ihre Mutter ums Leben kommt zu ihrem Vater, der sie und ihre Mutter vor Jahren verlassen hat, und dessen Frau und deren zwei Töchter von Boston nach Los Angeles ziehen. Für Ella ist nach dem schweren Verlust ihrer Mutter und den körperlichen Beeinträchtigungen nach dem Unfall sehr schwer, obwohl ihr Vater und seine Frau Jennifer sich sehr viel Mühe geben. Mit ihren Stiefschwestern, Anastasia und Juliette, läuft es weniger gut. Die Autorin beschönigt hier wirklich nicht sehr viel und man muss hautnah mitbekommen, wie Ella auch auf der neuen Schule gemobbt wird wegen ihrem Aussehen und ihrer Andersartigkeit. Verständlicherweise stellt Ella sich auch selbst ziemlich quer, denn natürlich trauert sie und ist von den Geschehnissen traumatisiert. Dennoch bleibt sie sehr schlagfertig, was wirklich bewundernswert und amüsant ist.

Damit sie nicht wieder in eine psychologische Einrichtung muss, wird sie von ihrer Psychologin aufgefordert endlich wieder mit dem Leben zu beginnen, wozu auch Freunde gehören. Ella meldet sich also wieder bei Cinder, mit dem sie eine jahrelange Chatfreundschaft verbindet. Cinder ist Brian Oliver, einer der angesagtesten Schauspieler. Keine Angst, das ist kein Spoiler, sondern schon gleich zu Beginn ein offenes Geheimnis. Cinder spielt die Hauptrolle in Ellas liebsten Fantasytrilogie. Ihre Liebe zu Büchern und dass sie darüber bloggt macht Ella unausgesprochen sympathisch. Ich denke, dass sich hier viele (Buch-)nerds auf ihre Kosten kommen.

Ellas soziale Lage verbessert sich dann auch als irgendwann mal zu einem Krisengespräch kommt. Ab diesem Zeitpunkt geht es für meinen Geschmack alles ein bisschen zu glatt. Juliette ist plötzlich ihre beste Freundin. Es gibt einen Jungen aus der Schule, der Ella sehr mag und trotzdem für sie da ist, auch wenn er weiß, dass ihr Herz Cinder gehört. Dafür das es am Anfang wirklich sehr holperig war mit den sozialen Beziehungen, finde ich das einfach kein angemessenes Tempo. Als sich dann die Geschichte mit Cinder „zuspitzt“ kommt auch erstmals der Zusammenhang zum Märchen zu tragen. Etwas spät, wie ich finde. Der Schluss ist schön, aber für meinen Geschmack auch völlig überzogen. Ich muss auch ein wenig an It’s real von Erin Watt denken. Hier die Geschichte bis zum Schluss glaubwürdig und entwickelte sich in einem gesunden Tempo.

Mich hat die Geschichte auch ein bisschen an Flirt mit Nerd und Ana und Zak erinnert. Also alle, die diesen Geschichten mochten, sollten auch hier mal vorbei schauen. 😊

Man darf gespannt sein, wie die Beziehung zwischen den beiden funktionieren wird, aber wenn ich richtig informiert bin, dann gibt es zumindest auf Englisch noch einen zweiten Teil. Ich hoffe, dass der auch auf Deutsch übersetzt wird.

FAZIT:

Cinder & Ella wäre für mich ein 5-Sterne Buch geworden, wenn der Schluss nicht so überzogen gewesen wäre. Besonders Ella fand ich wirklich großartig und habe sie für ihren Mut wieder ins Leben zurück zu finden wirklich bewundert. Ich bin gespannt, wie es mit den beiden weiter geht.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom One Verlag* über NetGalley* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

*Folgende Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

2 Kommentare zu „Rezension „Cinder & Ella“ – Kelly Oram

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