Rezension „Alles, was du fürchtest“ – Peter Swanson

Blanvalet Verlag* | Broschierte Ausgabe | 400 Seiten | 15,00 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Das Leben hat Kate Priddy gelehrt, dass man stets mit dem Schlimmsten rechnen muss. Um die Albträume, die sie seit Jahren verfolgen, endlich hinter sich zu lassen, stimmt sie einem Wohnungstausch mit ihrem Cousin Corbin zu: Sie wird seine Wohnung in Boston beziehen, er ihr Apartment in London übernehmen. Am Tag ihrer Ankunft jedoch wird die junge Frau aus der Nachbarwohnung ermordet aufgefunden. Corbin behauptet, Audrey kaum gekannt zu haben – aber warum besitzt er dann einen Wohnungsschlüssel von ihr? Auch Kates neuer Nachbar Alan scheint irgendetwas zu verbergen. Ohne es zu ahnen, schwebt Kate bald schon selbst in Lebensgefahr. Doch wem kann sie überhaupt trauen?

MEINUNG:

Nachdem ich Die Gerechte regelrecht verschlungen habe und davon sehr begeistert war, habe ich mich sehr auf den neuen Roman von Peter Swanson gefreut.

Der Roman beginnt damit, dass Kate Priddy in Boston ankommt. Am Rande bekommt man bereits mit, dass Audrey von einer Freundin gesucht wird. Am nächsten Tag erfährt Kate, dass die junge Frau tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden ist. Kate, die selbst schlimme traumatische Erlebnisse hatte, berührte diese Geschichte natürlich stark, dennoch macht sie sich ein bisschen auf die Suche nach der Wahrheit, denn immerhin war ihr Cousin Corbin direkter Nachbar von Audrey.

Der Autor bringt natürlich mehrere Verdächtige ins Spiel, um den Leser zu verwirren. Neben Corbin gibt auch noch Kates neuen Nachbarn Alan, dem Kate eigentlich recht zugeneigt ist, an dem sie aber trotzdem auch zweifelt. Im Verlauf des Romans lernt man auch Corbin besser kennen. Peter Swanson lässt auch ihn als Erzähler zu Wort kommen. Das Problem ist aber, dass Corbin dem Leser eigentlich schon alles erzählt, was hinter der ganzen Sache steckt. Ich habe in meiner Naivität allerdings geglaubt, dass es hier bestimmt noch eine bahnbrechende Wendung geben wird, nach der dann doch alles ganz anders ist als gedacht, ähnlich wie in Die Gerechte. Doch leider habe ich vergeblich darauf gewartet. Am Ende gibt dann noch den typischen Showdown, dann ist die Geschichte zu Ende und ich habe mich gefragt, ob es das jetzt wirklich gewesen sein soll? Gut gemacht war, dass die arme Kate leider wieder genau in der gleichen traumatischen Situation landet, von der sie sich eigentlich erholen wollte.

FAZIT:

Trotz des sehr flüssigen Schreibstils und dem schönen Setting in Boston, war ich leider sehr enttäuscht von Alles, was du fürchtest. Es war zu einem gewissen Grad spannend bis man genau gesagt bekommt, was passiert ist und wer der Täter ist. Mir fehlte hier schlichtweg die grandiosen Wendungen, die man sonst von dem Autor kennt und das Miträtseln.

Ich vergebe 2,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom Blanvalet Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

*Folgende Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

Ein Kommentar zu „Rezension „Alles, was du fürchtest“ – Peter Swanson

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