Rezension „Todesmal“ – Andreas Gruber

Goldmann Verlag* | Taschenbuch | 592 Seiten | 10,99 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Eine geheimnisvolle Nonne betritt das BKA-Gebäude in Wiesbaden und kündigt an, in den nächsten 7 Tagen 7 Morde zu begehen. Über alles Weitere will sie nur mit dem Profiler Maarten S. Sneijder sprechen. Doch der hat gerade gekündigt, und so befragt Sneijders Kollegin Sabine Nemez die Nonne. Aber die schweigt beharrlich – und der erste Mord passiert. Jetzt hat sie auch Sneijders Aufmerksamkeit. Und während die Nonne in U-Haft sitzt, werden Sneijder und Nemez Opfer eines raffinierten Plans, der gnadenlos ein Menschleben nach dem anderen fordert und dessen Ursprung in einer grausamen, dunklen Vergangenheit liegt …

MEINUNG:

Ich bin schon sehr lange Fan von Andreas Gruber und die Reihe um Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez ist eine meiner liebsten Thriller Reihen auf dem deutschsprachigen Markt. Todesreigen hatte ich mich sehr begeistert und auch gleichzeitig erschüttert im letzten Jahr. Dementsprechend habe ich mich natürlich sehr auf Todesmal gefreut.

Sneijder wurden im letzten Band suspendiert und würde nur zurückkehren, wenn er ein eigenes Team bekommt und sich keinerlei Regeln unterwerfen muss. Zunächst möchte sich der BKA Leiter nicht darauf einlassen, gibt aber nach als die Nonne auftaucht und behauptet es passieren sieben Morde in sieben Tagen, wenn sie nicht exklusiv mit Sneijder verhandeln kann. Auch wenn die Nonne in U-Haft genommen wird, passieren die Morde und es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Zu Sneijders Team gehört natürlich auch Sabine Nemez, Tina Martinelli, die man schon aus dem letzten Band kennt, Horowitz, sein alter Ausbilder in der Schweiz und Krzysztof, ein Pole, der es auch schon häufiger mit dem Gesetz in Konflikt stand. Natürlich vertraut Sneijder diesen Leuten und sind scheinen auch die Besten zu sein, aber ein bisschen fragwürdig ist das alles schon. Aus den Vorbänden ist bekannt, dass Sneijder sehr eigenwillig ist und seine eigenen Wege geht soweit dies im Rahmen der Gesetze und Regelungen des BKA möglich war. In diesem Teil setzt er das alles mit Genehmigung des BKA Chefs außer Kraft.

Der Fall an sich wie immer super spannend, actionreich und sehr gut recherchiert. Wie man es von Gruber kennt, fliegen die Seiten nur so dahin. Ich kann mir das auch gut als Film vorstellen. Dennoch empfand ich diesen Band zum ersten Mal etwas zu sehr überzogen und unglaubwürdig, zumal das Team diesmal wirklich mit fragwürdigen Taktiken agiert. Auch Sneijder erschien mir nicht mehr ganz so eloquent, sondern die ständigen Wiederholungen zu seinem „Leichenhallenlächeln“ oder, dass man auf keinen Fall das S bei der Nennung seines Namens vergessen darf wurden etwas zu oft erwähnt. Vielleicht liegt es daran, dass ich schon zu viel Bände gelesen habe. Vielleicht aber auch daran, dass der Autor hier etwas über das Ziel hinausgeschossen ist.

FAZIT:

Obwohl ich absoluter Fan von der Reihe und von dem Autor bin, lässt mich die Geschichte etwas ernüchtert zurück. Ich hatte den Eindruck, dass Gruber hier den Bogen etwas überspannt hat, was die Aktion und vor allem auch die Handlungsbefugnisse der Ermittler anging. Ich hatte den Eindruck, dass allen bisherigen Bänden hier nochmal die Krone aufgesetzt werden sollte. Das ist leider so ein bisschen Unglaubwürdigkeit abgerutscht, obwohl es super spannend war. Trotzdem lese ich natürlich auch den nächsten Band. 😉

Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom Goldmann Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Ein Kommentar zu „Rezension „Todesmal“ – Andreas Gruber

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