Rezension „Die Frau ohne Namen“ – Greer Hendricks/ Sarah Pekkanen

Wunderlich Verlag* |Broschierte Ausgabe |Übersetzer: Alice Jakubeit | 464 Seiten | 16,00 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Frauen zwischen 18 und 32 für Ethik- und Moralstudie gesucht. Großzügige Vergütung. Anonymität garantiert.
Als Jess sich für die Studie anmeldet, glaubt sie, nur ein paar Fragen beantworten zu müssen, um das Geld einstecken und wieder verschwinden zu können. Doch „Testperson 52“, wie Jess nun genannt wird, erweist sich als verheißungsvolles Forschungsprojekt, die Fragen werden immer persönlicher. Jess kann kaum noch unterscheiden, was in ihrem Leben real ist oder nur eines der manipulativen Experimente von Dr. Shields. Gefangen in einem Netz aus Täuschung und Eifersucht muss Jess erkennen, dass manche Obsessionen tödlich sein können.

MEINUNG:

Das Autorinnenduo Sarah Pekkanen und Greer Hendricks konnte mich bereits mit The Wife between us absolut von sich überzeugen und ich habe voller Spannung die nächste deutsche Übersetzung erwartet.

Die junge Visagistin Jess hat es nach New York verschlagen. Dort lebt sie gut, aber das Geld ist häufig knapp, weil sie auch ihre Familie noch finanziell unterstützt. Durch Zufall rutscht sie eine Studie, weil die Bezahlung dafür sehr verlockend ist. Jess muss sich einigen psychologischen Fragen stellen, die es in sich haben und die viel über sie als Person preis geben. Sie wird zu „Testperson 52“ und sowohl Leser als auch sie selbst fragen sich, wer hinter dieser Studie/ Experiment steckt. Irgendwann bleibt es auch nicht mehr bei den Fragen, sondern es kommen kleine Testaufgaben dazu, natürlich auch wieder gegen Belohnung. Hinter dem ganzen steckt Dr. Shields.

Jess‘ Motivation ist anfangs sofort klar. Es geht ihr hier um die sehr lukrative Belohnung in Form von einer sehr großzügigen Bezahlung, die sie ihrer Familie zu Gute kommen lassen kann. Jess lebt ihren Traum in New York, aber man merkt auch, dass das Leben dort kostspielig ist. Jess ist Single und kann sich auch nur schwer einem Mann öffnen. Schon gleich am Anfang deutet sie an, dass etwas in ihrer Vergangenheit vorgefallen ist. Dadurch, dass sie zunächst nur das Geld vor Augen hat, geht sie  für meine Begriffe ziemlich naiv an diese ganze Studie ran, vor allem als es dann zu den Aufgaben kommt. Ich war froh, dass sie dann doch irgendwann aufgewacht ist, aber das war dann teilweise schon zu spät.

Dr. Shields verfolgt mit dieser Studie so ihre ganz eigenen Absichten und macht Jess‘ damit quasi zu ihrem Opfer. Ich mochte dieses psychologische Spannungsspiel, welches die beiden Autorinnen sehr gut beherrschen. Mir hat auch die ganze Thematik sehr gefallen. Beide müssen hier sehr gut recherchiert haben oder sich grundsätzlich schon gut auskennen. Ich habe bisher noch nichts vergleichbares gelesen. Der Spannungsbogen wird auch kontinuierlich aufgebaut, obwohl das Buch fast 500 Seiten hat, konnte ich keine wirklichen Längen fest stellen.

FAZIT:

Mit Die Frau ohne Namen konnten mich die beiden Damen wieder voll und ganz überzeugen. Ich mag die von ihnen gewählten Themen sehr und freue mich einfach schon jetzt wieder auf das nächste Buch.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom Wunderlich Verlagzur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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