Rezension „Ich sehe, was du nicht siehst“ – Mel Vallis de Wries

Bastei Lübbe Verlag* | Hardcover | 240 Seiten |15,00 € | Übersetzer: Verena Kiefer | Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Emma ist verschwunden. Das letzte Mal haben ihre Freundinnen sie auf dem Weihnachtsfest gesehen. Seitdem gilt sie als vermisst. Zwar fehlt sie Lilly, Anouk, Bo und Mabel, dennoch beschließen die Mädchen schweren Herzens, den mit Emma geplanten Urlaub auch ohne sie anzutreten. Doch im Ferienort haben die Freundinnen das Gefühl, beobachtet zu werden. Als dann das T-Shirt in Bos Tasche auftaucht, das Emma trug, als sie verschwand, sind alle sich sicher: Emmas Mörder hat es auch auf sie abgesehen!

MEINUNG:

Ich sehe, was du nicht siehst ist sechste Band der deVries-Jugendthriller-Reihe. Für mich war es der erste Band der Autorin und soweit ich weiß, kann man die Teile alle unabhängig voneinander lesen.

Es geht um fünf Freundinnen, davon ist eine, Emma verschwunden. Monate nach ihrem Verschwinden treten ihre Freundinnen Lilly, Anouk, Bo und Mabel schweren Herzens doch den lang geplanten Camping-Urlaub in Südfrankreich an, ohne Emma. Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht der vier Mädchen geschrieben und es gibt zusätzlich immer wieder auch Zeitungsartikel und ab und ab kommt auch Anna zu Wort. Es fällt schwer zu glauben, dass die vier bzw. fünft mal gute Freundinnen waren, denn die Luft zwischen alle ist ziemlich aufgeladen. Die vier Mädchen sind dabei alle sehr unterschiedlich. Bo ist die Draufgängerische. Mabel das verwöhnte Mädchen. Lilly ist die Sensible und Anouk kann angeblich Hellsehen.

Da die Luft zwischen den Mädchen auf Grund von Annas Verschwinden so aufgeladen ist, macht es zum Teil wenig Spaß deren Geschichte zu folgen, auch wenn sich die kurzen Kapitel schnell weg lesen lassen. Jeden hat natürlich noch das ein oder andere persönliche Päckchen zu tragen, aber vor allem Bo ging mir doch ziemlich auf die Nerven. Sie wurde auch recht unfair gegenüber ihren doch einstigen Freundinnen. Man merkte daran, dass das Verschwinden eines Menschen auch das Leben anderer und deren Beziehungen zerstören kann. So richtig kommt man auch nicht auf die Spur, was mit Emma passiert sein könnte. Es klingt alles nach einer Art Entführung. Als dann Hinweise auftauchen, die darauf hindeuten, dass einer der Freundinnen involviert sein könnte, kochen die Gemüter richtig hoch.

Atmosphärische Spannung gelingt der Autorin sehr gut. Man möchte immer weiter lesen und endlich erfahren, was nun mit Emma passiert ist. Es handelt sich hierbei, um einen Jugendthriller. Dafür fand ich das Ende allerdings ziemlich hart und es hat bei mir auch einen ziemlich schalen Nachgeschmack hinterlassen. Da ich keine weiteren Bücher der Autorin kenne, weiß ich nicht, ob das bei ihren Geschichten so üblich ist.

FAZIT:

Ich sehe, was du nicht siehst war mein erster Jugendthriller der niederländischen Autorin und ich könnte mir gut vorstellen noch weitere Bücher zu lesen. Die Geschichte hat sich schnell weg lesen, aber das Ende fand ich ziemlich bitter.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom Bastei Lübbe* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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