Rezension „Der nahende Sturm“ – Ellin Carsta

Tinte & Feder Verlag* | Taschenbuch | 301 Seiten |9,81 € | Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT (Achtung Spoiler, wenn man die vorherigen Bände nicht kennt):

Die Hansens haben allen Grund zu feiern. Gerade ist es ihnen gelungen, die durch Richards Diebstahl ausgelösten Turbulenzen zu bewältigen. Da droht bereits das nächste Unheil. Die beiden Verstoßenen, Elisabeth und Richard, haben sich verbündet. Gemeinsam sind sie darauf aus, dem Kontor der Hansens die Kundschaft abzujagen. Doch Luise will die Flucht nach vorne antreten und schmiedet bereits ganz andere Pläne.

In Kamerun hat es Hamza als vorübergehender Leiter der Plantage geschafft, die Spinnmilbenplage erfolgreich zu bekämpfen. Das gefällt nicht allen vor Ort, und der nächste Zusammenstoß zwischen den Einheimischen und den Kolonialherren ist vorprogrammiert.

MEINUNG:

Der nahende Sturm ist der sechste Band der Hansen Saga von Ellin Carsta und er setzt dort an, wo der fünfte Band aufgehört hat. Es ist dringend empfehlenswert die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da man sich sonst spoilert.

Schon in Der mutige Weg deuteten sich einige spannende Ereignisse an, die nun in diesem sechsten Band auf ihren Höhepunkt zu steuern. Luise und Hans haben Richards Diebstahl nun endlich aufgedeckt. Als Leser ahnte man schon länger, dass Richard dahinter stecken könnte und ich freute mich, dass dies nun endlich rausgekommen ist. Richards darauf folgender Verstoß aus der Familie und aus den Geschäften im Kontor, hat zur Folge, dass Elisabeth, Roberts Ex-Frau nun wieder auf der Bildfläche erscheint und versucht die Geschäfte des Hansenschen Kontor zu torpedieren.

Man muss der Familie Hansen lassen, dass sie im Ernstfall zusammen hält und dass in dieser Krisenzeit sowohl Georg aus Wien und Robert aus Kamerun anreisen, um Luise zu unterstützen. Ich mochte immer Luises Geschäftssinn, denn sie hier wirklich glänzend beweist, und ihre Stärke als Frau, die zu dieser Zeit keine Selbstverständlichkeit ist. Dennoch zeigte sich auch, dass Luise wenig Verständnis hat für Frauen, die ihr Leben anders gestalten, wie z.B. ihre Schwester Martha. Martha hat durchaus große Schwierigkeiten: Sie findet keinen richtigen Zugang zu ihrem Sohn und sie rutscht von einer Alkoholsucht, in eine Tablettensucht. Vor allem diese Tablettensucht wird hier meiner Meinung stark verharmlost, auch von Luise als Martha sich ihr offenbart. Martha scheint aber ähnlich auch wie Vera, Georgs Frau, endlich aufzuwachen und sie versuchen ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Mir ging es allerdings bei beiden ziemlich schnell und die Auslöser dafür sind auch nicht immer ganz nachvollziehbar. Meiner Meinung nach braucht es Zeit bis sich ein Mensch verändert.

Diesem Band muss man allerdings zu Gute halten, dass hier wirklich eine Menge passiert und einige spannende Geheimnisse auf den Tisch kommen. Auch Luise muss bangen, dass gewisse Dinge über sie heraus kommen könnten. Sie muss auch einige Dinge über Hans erfahren, die alles in Frage stellen, was sie geglaubt hatte. Es stellt die Eheleute vor eine große Krise. Mich hat das leider ziemlich gestört und ich empfand Luise hier als ziemlich selbst gerecht, obwohl ich verstehen konnte, dass sie natürlich auch verletzt war. Doch sollte sie auch ihr eigenes Handeln im Hinterkopf behalten. Nur durch Zufall ist ihre gemeinsam Zukunft nicht schon früher gekippt.

FAZIT:

Familie Hansen hat es mir in diesem Teil ein bisschen schwer gemacht. Ich mochte die spannende, schon fast Krimi-ähnliche Handlung, aber mich störten diesmal ein paar Punkte, u.a. der Perfektionismus einiger Hansen, allen voran Luise und Robert. Luise sammelte bei mir auch für einige ihrer Handlungen Hans gegenüber keine wirklichen Pluspunkte. Ich werde dem nächsten Band trotzdem noch eine Chance geben.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Ellin Carsta* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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