Rezension „Wisting und der fensterlose Raum“ – Jorn Lier Horst

Piper Verlag* | Broschiert | 432 Seiten |15,00 € | Amazon* und im örtlichen Buchhandel

51x5KNuAvzL._SX330_BO1,204,203,200_

INHALT:

William Wisting bekommt einen äußerst heiklen Auftrag: Im idyllischen Wochenendhaus eines an Herzinfarkt plötzlich verstorbenen Spitzenpolitikers wurden Umzugskisten mit achtzig Millionen Kronen gefunden. Die Kisten standen im innersten, fensterlosen Raum des Hauses. Stammt das Geld etwa aus einem Raubüberfall, der fast zwanzig Jahre zurückliegt? Unterstützung bekommt Wisting von Adrian Stiller, der sich gerade mit dem ungeklärten Verschwinden des möglichen Täters befasst. Doch wie gelangte das Geld in den Besitz des Politikers? Oder stammt es gar aus einer ganz anderen Quelle?

MEINUNG:

Wisting und der Tag der Vermissten konnte mich letztes Jahr richtig überzeugen. Ich durfte den Autoren auch persönlich auf der Frankfurter Buchmesse kennenlernen und fand ihn sehr sympathisch. Mir gefällt hier sehr, dass der Fokus nicht zu sehr auf dem Privatleben der Ermittler liegt.

In diesem Fall wird William Wisting zu einem recht prekären Fall gerufen, der auch innerhalb der Justiz erstmal nur im kleinen Rahmen abgehandelt werden darf und zwar wird bei einem verstorbenen Politiker eine große Menge Geld gefunden. Diese haben sich in seinem Haus in einem fensterlosen Raum befunden. Wisting wird direkt vom Generalstaatsanwalt beauftragt mit dem Fall und darf sich ein kleines Team zusammen stellen. Mit dabei ist auch wieder Line, Wistings Tochter, die Journalistin ist und Adrian Stiller, den wir schon aus dem ersten Teil kennen.

Zunächst ist die Geschichte wenig zu durchschauen, aber es gab einen anonymen Hinweis, der einen Querverweis zu einem anderen Fall enthält. Auf jeden Fall sind einen ganze Menge Leute involviert, die man erstmal alle auseinander halten muss. Ich frage mich immer beim Lesen, wie der Autor diese Personen noch alle auseinander halten kann, aber er wird seine Mittel und Wege haben. Ich liebe allerdings komplexe und gut durchdachte Thriller und einen solchen bekommt man hier definitiv.

Interessant ist auch, die Zusammenarbeit zwischen Line und Wisting. Wisting macht sie den Journalismus zu nutze, um an and weitere Informationen ranzukommen. Line muss daher direkte Anweisungen von ihm entgegen nehmen. Line bleibt dabei immer sehr gelassen, auch als es für sie selbst brenzlig wird, aber Wisting ist hier voll und ganz Ermittler. Meistens kommt Journalismus nicht so gut weg und wird häufig als lästig empfunden, aber mir ist hier das erste bewusst geworden, dass sich dadurch noch ganz andere Türen öffnen lassen. Eine zusammenarbeit ist daher immer empfehlenswert, weil beide Seiten davon profitieren können.

FAZIT:

Wisting und der fensterlose Raum war für von der ersten bis zu letzten Seite ein absoluter Page Turner. Ich konnte die Geschichte kaum zur Seite legen. Es wurde sich hier komplett auf den Fall konzentriert, der wirklich richtig gut konstruiert war und alle Fäden sind am Ende zusammen geführt worden. Für mich einer der besten Thriller, die ich je gelesen habe.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Piper Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

*Folgende Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

2 Kommentare zu „Rezension „Wisting und der fensterlose Raum“ – Jorn Lier Horst

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s