Rezension „Wisting und der Atem der Angst“ – Jorn Lier Horst

Piper Verlag* | Broschierte Ausgabe | Übersetzer: Andreas Bustermann | 416 Seiten | 15,00 € | Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Ein Wanderer findet im Wald die menschlichen Überreste einer jungen Frau. Der Polizei ist schnell klar: Die Art und Weise, wie sie getötet wurde, entspricht dem typischen Vorgehen des Serienkillers Tom Kerr. Doch der kann es nicht gewesen sein, denn er sitzt seit mehreren Jahren im Gefängnis. Stimmen etwa die Gerüchte, dass er damals einen Komplizen hatte? Schon vor Jahren nannte die Presse diesen vermeintlichen Partner des Serienkillers „Der Andere“. Tom Kerr erklärt sich bereit, mit der Polizei zu kooperieren. Bei einer Tatortbegehung soll er wichtige Hinweise liefern. Doch dann passiert das Unfassbare: Dem Killer gelingt die Flucht. Wisting wird plötzlich zum Sündenbock und muss beide Täter dringend hinter Gitter bringen!

MEINUNG:

Nach dem ich Wisting und der fensterlose Raum quasi innerhalb weniger Tage verschlungen und von Wisting und der Tag der Vermissten auch sehr angetan war im letzten Jahr, musste ich einfach zum nächsten Band von Kommissar Wisting greifen.

Wisting und der Atem der Angst beginnt sofort ziemlich rasant. Der verurteilte Serienkiller Tom Kerr wird zu einem Tatort geführt, um wichtige Hinweise auf einen möglichen Fundort der menschlichen Überreste einer jungen Frau zu geben. Diese bereits im Vorfeld stark kritisierte Unterfangen gerät völlig aus dem Ruder, als es Tom Kerr gelingt zu fliehen. Es beginnt eine rasante Hetzjagd, bei der immer noch die Suche nach dem Komplizen mit schwingt, von dem man überzeugt ist, dass es ihn gibt.

Neben Kommissar Wisting ist auch wieder seine Tochter Line für den journalistischen Part und Adrian Stiller von einer höheren Stelle dabei. Die drei kennt schon aus den ersten beiden Bänden. Wisting und Stiller geraten für die misslungene Aktion sehr in die Kritik und müssen sich einer internen Ermittlung stellen. Parallel dazu müssen sie so schnell wie möglich den entflohenen Tom Kerr finden, der als brandgefährlich gilt. Die Suche nach dem Komplizen ist gewohnt spannend wie immer und es die üblichen Schleifen und Wendungen bis es am Ende eine Person ist, von der man es nicht wirklich gedacht hat.

Ich weiß, dass Jorn Lier Horst keinen Fokus auf das Privatleben der ermittelnden Personen legen möchte, wie es in vielen skandinavischen Thrillern und Krimis der Fall ist, aber diesmal hätte ich vielleicht doch gerne die ein oder andere Emotion gesehen. Vor allem bei Line, die schon im zweiten Band sehr leiden musste. Ich kann mir manchmal kaum vorstellen, dass diese zum Teil wirklich gefährlichen Einsätze an ihr spurlos vorbei gehen.

FAZIT:

Wisting und der Atem der Angst fand ich ein bisschen schwächer als Wisting und der fensterlose Raum, aber der Thriller konnte mich trotzdem überzeugen. Es war sehr interessant konstruierter Fall, der ein rasantes Tempo aufweisen konnte und einen guten Spannungsbogen hatte. Ein paar mehr Emotionen von Beteiligten würde der ganzen Sachen nicht schaden. Ich freue auf einen weiteren Teil.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Piper Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Ein Kommentar zu „Rezension „Wisting und der Atem der Angst“ – Jorn Lier Horst

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