Rezension „Der Countdown-Killer“ – Amy Suiter Clarke

Fischer Scherz Verlag* | Broschierte Ausgabe | 432  Seiten | 15,00 € | Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

True-Crime-Podcasterin Elle Castillo will Gerechtigkeit. Gerechtigkeit für die Opfer nie aufgeklärter Verbrechen. Jetzt wagt sie sich an einen spektakulären Fall: den des »Countdown-Killers«. Er entführte immer drei. Drei junge Frauen im Abstand von drei Tagen. Jede ein Jahr jünger als die andere, jede innerhalb von sieben Tagen tot. Bis sein zehntes Opfer entkam. Die Serie brach ab, der Killer konnte nie gefasst werden.

MEINUNG:

Ich höre selbst gern Podcasts, besonders True Crime Podcasts. Aus diesem Grund hat mich der Countdown-Killer sehr angesprochen und bei einem guten amerikanischen Thriller kann ich eigentlich nie nein sagen.

Elle Castillo hat einen True-Crime-Podcast, in dem sie den ziemlich spektakulären Fall, um den fiktiven „Countdown-Killer“ neu aufrollt, da man ihn nie gefasst hat und die Verbrechen z.T. unaufgeklärt sind. Elle ahnt nicht, was mit dem erneuten Aufrollen in Gang setzt und es wird zu einem gefährlichen Spiel als es zu neuen Morden kommt, die für den Countdown-Killer sprechen.

Das spannende Konzept bei Der Countdown-Killer ist der Wechsel zwischen Podcast-Teil und normalen Kapiteln. Der Podcast Teil ist natürlich vertont noch besser als ihn „nur“ zu lesen. Der Verlag hat sich die Mühe gemacht die Podcast-Teile ebenfalls zu vertonen und somit wird Der Countdown-Killer zu einem interaktiven Lese- und Hörvergnügen. Eigentlich sind das alles Faktoren, die mich zu 100% ansprechen und die ich auch sehr schätze, aber trotzdem habe ich mich äußerst schwer getan in die Geschichte auf diese Art und Weise reinzukommen.

Der Interview-Teil des Podcasts, den ich als Fan von Briefromanen sehr mag, hat es mir irgendwie schwer getan. Ich denke, es lag zum einen an dem Wechsel zwischen Podcast und normalen Kapiteln und zum anderen an der Art der Thrillers, die damit nicht dem typischen Muster folgt. Elle gibt einem mit dem Podcast ein enormes Vorwissen, was man sich sonst eigentlich erst Seite für Seite erlesen muss. Ich habe mich ein bisschen erschlagen gefühlt, auch was die Anzahl an Personen, bestehend aus Opfern, deren Angehörige und Experten, angeht. Auf der anderen Seite ist dieser Thriller für ein Debüt wirklich sehr gut konstruiert und hält spannende Wendungen bereit.

Schwer getan habe ich mich auch mit der Rolle von Elle. Sie ist eigentlich nur die Podcasterin. Es mag in den USA anders sein, aber in Deutschland kann ich mir nicht vorstellen, dass eine nicht-qualifizierte Person Einsicht in die Ermittlungsakten erhält, geschweige denn in irgendeiner Weise mit ermitteln darf und genau das tut Elle. Scheinbar hat sie auch einen enormen Wissensvorsprung gegenüber der Polizei. Selbst Opfer und Angehörige geben ihr exklusive Interviews. Ich hatte bis zum Schluss irgendwie Schwierigkeiten, dass Elle so in die Ermittlungen involviert war. Es hat mich irgendwie an der Glaubwürdigkeit der Polizei zweifeln lassen. Das mag aber nur eine subjektive Wahrnehmung sein.

FAZIT:

Der Countdown-Killer ist in meinen Augen ein starkes Debüt, aber trotzdem habe ich mich vielen Punkten ein bisschen schwer getan. Der Wechsel zwischen Podcast und normalen Kapiteln störte vor allem am Anfang den Lesefluss. Außerdem fand ich Elles ermittelnde Rolle, obwohl sie eigentlich nur den Podcast macht etwas befremdlich, was auch zu Lasten der Glaubwürdigkeit ging. Trotzdem werde ich Autorin im Auge behalten.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Fischer Scherz Verlag* über Lovelybooks*zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

*Folgende Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

 

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