Rezension „Kaputte Herzen kann man kleben“ – Kristina Günak

Bastei Lübbe Verlag* | Taschenbuch | 304  Seiten | 11,00 € | Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Hebamme Luisa ist alleinerziehend. Ihr Ex entzieht sich seinen Verpflichtungen, wo er kann. Als Luisas Rücken die Notbremse zieht, muss sie mit ihrer kleinen Tochter eine Auszeit nehmen: bei der exzentrischen Tante in St. Peter-Ording. Die geschickten Hände des verschlossenen Physiotherapeuten Tom helfen ihr wieder auf die Beine, doch die Seele will nicht recht nachziehen. Bis sie am Strand auf ein Grüppchen Frauen trifft, das es sich zum Motto gemacht hat, fünfe gerade sein zu lassen. Und auch Tom ist auf einmal nicht mehr so verschlossen …

MEINUNG:

Kaputte Herzen kann man kleben ist meine zweites Buch von Kristina Günak. Mir hatte bereits Glück ist meine Lieblingsfarbe sehr gefallen von der Autorin. Ich durfte sie auch schon bei einigen Veranstaltungen persönlich kennenlernen und mag ihr sympathische und dynamische Art, die man auch ihren Büchern wieder findet. 

Luisa, Hebamme, alleinerziehend und in München wohnend, ist mit ihrer Tochter Amelie auf dem Weg zu ihrer Tante nach St. Peter-Ording. Sie ist für mehrere Wochen krank geschrieben, weil sie auf Grund von starken Rückschmerzen nicht mehr arbeiten kann und eine Auszeit benötigt. Dabei begegnen ihr eine ganze Menge Menschen, die dafür sorgen, dass Luisa anfängt ihr derzeitiges Leben zu hinterfragen.

Ich habe mich sofort wohl gefühlt in der Geschichte, auch wenn ich selbst keine Kinder habe, aber man spürt sehr, wie belastend das Leben für Luisa derzeit ist. Sie hat als Hebamme eine schönen, aber auch anstrengenden und kräftezehrend Beruf. In dem Buch wird natürlich auch immer wieder thematisiert, wie schwierig der Stand von Hebammen in Deutschland ist und dann es von ihnen immer wenig gibt. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch ein Herzensthema der Autorin ist, die selbst Kinder hat. Als Hebamme in München ist auch dauerhaft das Geld knapp und als alleinerziehende Mutter plagen Luisa ständig Geldsorgen. Das Verhältnis zum Vater von Amelie ist schwierig und Unterhalt kommt auch nicht zuverlässig. Es ist kein Wunder, dass Luisas Rücken da streikt und sie so zwangsläufig in eine Pause schickt.

Ich will nicht sagen, dass sich Kristina Günak hier an keinerlei Klischees bedient, aber es ist für mich eine klassische Geschichte, die so komplett aus dem Leben gegriffen sein könnte. Luisa ist häufig wütend auf die vielen schreienden Ungerechtigkeiten des Lebens und ich konnte da sehr mit ihr fühlen, aber die Autorin gibt ihr den Raum für diese Wut und hat Nebencharaktere geschaffen, die Luisa verstehen und selbst auch ihre Päckchen zu tragen haben. Da ist allen voran ihre Tante Mimi, aber zwischen den beiden ist das Verhältnis aus irgendeinem Grund angespannt. Das Thema Kindererziehung schwebt auch immer durch den Raum. Beide haben unterschiedliche Ansätze. Ich konnte beide verstehen.Die Seiten sind nur dahingeflogen. Es ist ein Wohlfühlbuch, aber es lädt auch dazu ein, sich vielleicht auch mit selbst zu beschäftigen. Natürlich braucht man auch die Zeit dafür, die nicht jeder hat. Die Geschichte macht deutlich, dass man Freunde und Bekannte braucht, die einen unterstützen können und mit denen man Sorgen und Probleme teilen kann. Niemand schafft allein alles.

FAZIT:

Mit Kaputte Herzen kann man kleben konnte mich Kristina Günak wieder absolut abholen, auch wenn es nur bedingt Themen waren, mit denen ich mit identifizieren konnte, aber ich mag diese Alltagsthemen, die sie in ihren Geschichten aufgreift. Sie gibt ihren ProtagonistInnen, so auch Louise immer Zeit, sich aus deren derzeitigen Lebenssituationen zu befreien, ohne dabei wertend zu sein. Ich konnte mich hier absolut in die Protagonistin und ihre Wut hineinversetzen. 😉 Es ist eine tolle Geschichte für den Sommer und fürs Herz und die Seele.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise von Bastei Lübbe Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

*Folgende Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

 

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