Rezension „Elias & Laia – In den Fängen der Finsternis“ – Sabaa Tahir

One Verlag* | Gebundene Ausgabe | 528 Seiten | 18,00 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT (Achtung Spoiler, wenn man Band 1 und 2 noch nicht kennt):

Das Martialenimperium steht am Abgrund: Imperator Marcus überzieht das Land mit dem Blut der Unschuldigen, während Blutgreif Helena diese zu schützen versucht. Weit im Osten weiß Laia, dass sie den Nachtbringer aufhalten muss, und das ohne Elias. Denn Elias ist nun als Seelenfänger an die Zwischenstatt, das Geisterreich, gebunden. Dazu verdammt, einer uralten Macht bedingungslos zu dienen – auch wenn dies bedeutet, die Frau aufzugeben, die er liebt.

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Rezension „Einer wird sterben“ – Wiebke Lorenz

S. Fischer Verlag* | Broschierte Ausgabe | 271 Seiten | 14,99 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Sie ist allein im Haus. Allein mit ihrer Angst.
Sie kann mit niemandem sprechen. Nicht einmal mit ihrem Mann.
Was wissen die Leute im Auto?
Und vor allem, was werden sie tun?

Eines Morgens steht es plötzlich da. Das schwarze Auto. Mitten in der ruhigen Blumenstraße in einem gehobenen Wohnviertel. Darin ein Mann und eine Frau, die reglos dasitzen.
Stundenlang, tagelang.

Nach und nach macht diese stumme Provokation die Anwohner nervös. Allen voran Stella Johannsen, die sich immer und immer wieder die eine Frage stellt: Was wissen sie? Über die schreckliche Nacht vor sechs Jahren, als Stella und ihr Mann Paul einen schweren Unfall hatten. Einen Unfall, bei dem ein Mensch starb.

Sind sie deswegen hier? Was werden sie tun? Und wie viel Zeit bleibt Stella noch?

MEINUNG:

Von Wiebke Lorenz habe ich bisher Alles muss versteckt sein gelesen und mir hatte es äußerst gut gefallen. Mir gefällt, dass Wiebke immer wieder neue Thematiken in ihren Thrillern verwendet und keiner dem anderen gleicht.

Das Setting in Einer wird sterben ist sehr begrenzt, denn es besteht fast ausschließlich aus der Blumenstraße, die praktisch in jeder deutschen Stadt sein könnte. Es ist eine Straße, die in eine Sackgasse mündet und deren Bewohner den Personenkreis dieses Romans bilden. Dazu gehört auch Stella und ihr Mann Paul. Stella ist viel allein, da Paul Pilot ist. Paul ist Stellas einzige Familie und auch so ziemlich ihr einziger sozialer Kontakt neben Kater Paulchen und losen Kontakten in der Nachbarschaft. Es wird immer wieder deutlich, dass Stella es auch mit ihrer bereits verstorbenen Mutter nicht leicht hatte. Es gibt immer wieder Gedankenfetzen von Stella, die Zitat der Mutter offenbaren, die einem das Nackenhaar aufstellen lassen.

Die Kapitel in dem Buch sind schön kurz und enden fast immer mit einem Cliffhanger, was den Spannungsbogen ins Unermessliche treibt und man das Buch eigentlich nicht mehr zur Seite liegen möchte. Müsste man nicht Essen, Schlafen oder Arbeiten, hätte ich das Buch in einem Rutsch gelesen. Mir gefielen auch die vielen Wendungen und falschen Fährten, die die Autorin hier auslegt. Man fragt sich als Leser natürlich, warum das Paar vor dem Haus sitzt. Als es noch mehr Vorkommnisse in Stellas Haus bzw. Garten gibt, weiß man auch, dass es etwas mit ihr und dem was damals passiert ist, zu tun haben muss. Es wirkt dann auch plötzlich jeder Nachbar mal verdächtigt, auch wenn das für mich nicht so richtig glaubhaft war.

Mir hat gefallen, dass Stella, die recht labil wirkt und sich viel auf Paul stützt irgendwann endlich auf eigene Faust versucht herauszubekommen, was hinter dem allen steckt. Ich fand es authentisch, dass das seine Zeit brauchte. Das Ende war für mich dann absolut überraschend und ich fand es auch absolut großartig, weil ich es nicht erwartet habe. Werde ich auf jeden Fall nicht so schnell vergessen.

FAZIT:

Einer wird sterben hat mich rundherum überzeugt. Es war für mich ein absoluter Pager Turner, der unvorhersehbar, spannend und mitreißend war. Vermutlich heißt es jetzt wieder Warten bis ein neuer Thriller von Wiebke Lorenz erscheint.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

*Folgende Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

Rezension „Wenn du das hier liest“ – Mary Adkins

Kindler Verlag* | Broschierte Ausgabe | 368 Seiten | 20,00 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Jades Leben liegt in Scherben, seit ihre Schwester Iris mit 33 Jahren an Krebs starb. Auch Smith, Inhaber einer maroden New Yorker PR-Agentur, hat mit dem Verlust zu kämpfen. Noch immer schreibt er seiner verstorbenen Assistentin Iris E-Mails, so sehr fehlt ihm ihre humorvolle Art. Als Smith herausfindet, dass Iris bis kurz vor ihrem Tod einen Blog über ihre Krankheit geschrieben hat, setzt er alles daran, ihn zu veröffentlichen und kontaktiert ihre Schwester – Jade jedoch vermutet, er wolle lediglich Geld machen, um seine Agentur zu retten. Kann es ein Happy End für zwei Menschen geben, die schon vor langer Zeit aufgehört haben, an ein Happy End zu glauben?

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Waiting on Wednesday #130

Waiting on Wednesday ist ein wöchentliches Event, das von Breaking the Spine gehostet wird. Jeden Mittwoch sollen Bücher vorgestellt werden, die man sehnsüchtig erwartet.

Mein WoW dieser Woche: 

MIDNIGHT BLUE von L J Shen

Indigo Bellamy denkt nicht lange nach, als sie das Jobangebot erhält: Sie soll Alex Winslow, den größten Rockstar der Welt, auf seiner Welttournee begleiten und dafür sorgen, dass er nicht wieder auf die schiefe Bahn gerät. Doch das ist leichter gesagt als getan. Nicht nur ist Alex alles andere als begeistert über die Babysitterin, die ihm an die Seite gestellt wurde – vom ersten Moment an sprühen zwischen ihm und Indigo heftig die Funken. Dabei haben beide mit den Dämonen ihrer Vergangenheit zu kämpfen und sind nicht bereit, ihr Herz erneut zu riskieren …

Warum ich darauf warte?

Mit der Sinners of Saint Reihe hat mich LJ Shen absolut überzeugt. Midnight Blue ist der neue Roman aus der Feder der Autorin, der nun auf Deutsch erscheint. Ich werde hier definitiv mal einen Blick darauf werfen.

Wann erscheint es?

30. August 2019

Rezension „Kaffee und Zigaretten“ – Ferdinand von Schirach

Luchterhand Verlag* | Broschierte Ausgabe | 192 Seiten | 20,00 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Ferdinand von Schirachs neues Buch »Kaffee und Zigaretten« verwebt autobiographische Erzählungen, Aperçus, Notizen und Beobachtungen zu einem erzählerischen Ganzen, in dem sich Privates und Allgemeines berühren, verzahnen und wechselseitig spiegeln. Es geht um prägende Erlebnisse und Begegnungen des Erzählers, um flüchtige Momente des Glücks, um Einsamkeit und Melancholie, um Entwurzelung und die Sehnsucht nach Heimat, um Kunst und Gesellschaft ebenso wie um die großen Lebensthemen Ferdinand von Schirachs, um merkwürdige Rechtsfälle und Begebenheiten, um die Idee des Rechts und die Würde des Menschen, um die Errungenschaften und das Erbe der Aufklärung, das es zu bewahren gilt, und um das, was den Menschen erst eigentlich zum Menschen macht. In dieser Vielschichtigkeit und Bandbreite der erzählerischen Annäherungen und Themen ist »Kaffee und Zigaretten« das persönlichste Buch Ferdinand von Schirachs.

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LBM 2019 – Der Samstag

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Samstag war für mich der zweite Messetag und für meine Mutter der erste Messetag. Letztes Jahr habe ich dann auch mal herausgefunden, dass man statt der Straßenbahn auch die S-Bahn nehmen kann. Vorteil ist, dass die S-Bahn nur 6 Minuten zur Messe braucht. Nachteil ist, dass die S-Bahn nicht so häufig fährt. Es mir ehrlich gesagt ein Rätsel, wieso hier nicht längere Züge eingesetzt werden, um die Massen zur Messe zu bekommen.

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LBM 2019 – Der Freitag

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Heute vor einer Woche hieß es für mich wieder: Auf zu Leipziger Buchmesse! Dieses Jahr war das Gastland Tschechien. Nach eine längeren Pause fahre ich nun wieder das zweite Jahr in Folge als Buchbloggerin auf die Messe. Samstag begleitet mich immer meine Mutter, die dann Freitag Abend aus Berlin kommt. Wettertechnisch können wir uns auch nicht beschweren, denn dieses mal gab statt Schnee frühlingshafte Temperaturen.

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Waiting on Wednesday #129

Waiting on Wednesday ist ein wöchentliches Event, das von Breaking the Spine gehostet wird. Jeden Mittwoch sollen Bücher vorgestellt werden, die man sehnsüchtig erwartet.

Mein WoW dieser Woche: 

SUCHE MICH NICHT von Harlan Coben

Für Simon wird ein Alptraum wahr, als seine Tochter Paige von einem Tag auf den anderen verschwindet. Hinterlassen hat sie eine Botschaft, in der sie klar macht, dass sie nicht gefunden werden will. Panisch begibt sich Simon auf die Suche, und als er Paige im Central Park tatsächlich entdeckt, erkennt er seine Tochter nicht wieder. Denn diese junge Frau ist völlig verstört und voller Angst. Sie flieht vor ihm, und Simon hat nur eine Chance, wenn er sie retten will: Er muss ihr in die dunkle und gefährliche Welt folgen, in deren Sog sie verloren ging. Und was er dort entdeckt, reißt ihn und seine gesamte Familie in einen Abgrund …

Warum ich darauf warte?

Ich habe bisher zwei Thriller von Harlan Coben gelesen und bin von diesen immer begeistert gewesen. Man kann sich glücklich schätzen, dass es immer wieder zuverlässig Nachschub von dem Autor bekommt.

Wann erscheint es?

18. Juni 2019

Rezension „Zeit der Schwalben“ – Nikola Scott

Rowohlt Verlag* | Taschenbuch | 512 Seiten | 9,99 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Die sechzehnjährige Elizabeth Holloway wird Ende der fünfziger Jahre von ihrem Vater zu einer befreundeten Familie in Sussex ans Meer geschickt, weil ihre Mutter todkrank ist. Im Gegensatz zu ihrem bedrückenden Zuhause ist das Leben bei den Shaws in Hartland House paradiesisch: Eine Gruppe von Jugendlichen, bestehend aus den Kindern der Shaws und deren Freunden, verbringen sonnige Sommertage mit Schwimmen, Reiten und Partys. Elizabeth, schüchtern und jünger als die anderen, verliebt sich bald Hals über Kopf …
London, vierzig Jahre später: Als Addie Harington zum Jahrestag des Todes ihrer Mutter Elizabeth ihren Vater besucht, scheint alles wie immer zu sein: Der Vater ist erstarrt in seiner Trauer, ihre Schwester Venetia beansprucht alle Aufmerksamkeit für sich, und ihr Bruder Jasper hält sich aus allem heraus. Um ein wenig Ruhe zu ¬finden, zieht sie sich in das ehemalige Arbeitszimmer ihrer Mutter zurück. Da klingelt das alte Telefon auf dem Schreibtisch. Ein Mann, der sie offensichtlich für ihre Mutter hält, spricht von «neuen Spuren» und nennt immer wieder ein Datum: den 14. Februar, Addies Geburtstag. Als wäre das nicht schon verwirrend genug, steht kurz darauf eine fremde Frau vor der Haustür und behauptet, Elizabeth sei ihre Mutter …

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