Rezension „Berühre mich.Nicht“ – Laura Kneidl

LYX Verlag* | Broschiert | 400 Seiten | 12,90 € |Amazon* und im örtlichen Buchhandel

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INHALT:

Als Sage in Nevada ankommt, besitzt sie nichts – kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. Nichts außer dem eisernen Willen, neu zu beginnen und das, was zu Hause geschehen ist, zu vergessen. Das ist allerdings schwer, wenn einen die Erinnerungen auf jedem Schritt begleiten und die Angst immer wieder über einen hereinbricht. So auch, als Sage ihren Job in einer Bibliothek antritt und dort auf Luca trifft. Mit seinen stechend grauen Augen und seinen Tätowierungen steht er für alles, wovor Sage sich fürchtet. Doch Luca ist nicht der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint, und als es Sage gelingt, hinter seine Fassade zu blicken, lässt dies ihr Herz gefährlich schneller schlagen …

MEINUNG:

Das Buch ist mir schon auf der Frankfurter Buchmesse ins Auge gefallen und alle behaupteten, dass es unheimlich gut sei. Am Sonntag als man dann Bücher kaufen konnte, gab es kein einziges Exemplar mehr und ich musste mich gedulden. Freundlicherweise hat mir dann der Verlag ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Als ich das Buch begonnen habe, musste ich leider erstmal innerlich aufstöhnen. Ich bin bei deutschen Autoren in dem Genre seit Mona Kastens Begin Again sehr vorsichtig geworden. Mal abgesehen davon, dass ich dieses Buch nicht wirklich mochte, habe ich den Eindruck, dass die Bücher dieser Autorinnen noch stärker nach Schema F ablaufen als die ihrer amerikanischen Kolleginnen. Es beginnt immer damit, dass es eine junge Frau an einem College in einer Stadt fern ihrer alten Heimat ein neues Leben beginnen will. Grund ist, dass Zuhause etwas vorgefallen ist, was sie zu dieser Flucht veranlasst hat.

So beginnt auch die Geschichte von Sage. Berühre mich nicht ist hier wirklich Programm. Sage bekommt bei der Vorstellung von Körperkontakt, auch nur zufällig, regelrechte Panikattacken. Anfangs fand ich sie dahingehend sehr anstrengend und empfand sie als überempfindlich, aber mit der Zeit bekommt man eine Vorstellung, was ihr angetan worden ist. Ich konnte sie immer besser verstehen und mir tat sich unheimlich leid. Sage entwickelt sich auch und blüht in ihrer neuen, sicheren Umgebung richtig auf.

Luca ist einer der tollsten männlichen Charaktere, von denen ich bisher gelesen habe. Er ist ein Bücherwurm und tätowiert. Das sind natürlich nicht nur seine einzigen tollen Eigenschaften. Er ist der Type „Everybodys Darling“, sondern eher etwas in sich gekehrt und gegenüber Sage sehr einfühlsam und vorsichtig. Die Liebe zwischen den beiden entwickelt sich langsam und fast unbemerkt. Für mich war es genau das richtige Tempo. Luca weiß, dass bei Sage in der Vergangenheit etwas vorgefallen ist, aber Sage spricht mit ihm darüber nicht. Ich konnte es nicht ganz nachvollziehen. Zu allem Übel kommt auch noch der Schluss des Buches, der mich innerlich zerrissen hat. Ich kann Band 3 kaum erwarten.

FAZIT:

Ich hatte mit dem Buch so ein paar Startschwierigkeiten, aber ca. 100 Seiten konnte es mich vollends überzeugen. Laura Kneidl hat in einem Genre, in es gefühlt schon alles gibt, nochmal etwas Neues geschaffen. Ich kann Band 2 kaum erwarten.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar freundlicherweise vom LYX Verlag* zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

*Folgende Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung.

 

4 Gedanken zu “Rezension „Berühre mich.Nicht“ – Laura Kneidl

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